"Feuer und Licht", das Fest der Lupercalia, das Bocksopfer und das Wiedergeburtsgelächter

Die Kinder verkleiden sich als Luperci und erhellen mit ihren Taschelampen den dunklen Römerkeller. Kinder und Erwachsenen erleben so eine etwas gespenstische Führung mit Cornelia Vilica, Gutsverwalterin.

Nach dem "Bocksopfer" gibt es für die Luperci einen Klecks Milch auf die Stirn, die sofort weggewischt wird und Gelächter zur Folge hat. Zu mitreißenden Liedern von "Susanna Musica" flitzen die Luperci im Reinigungsritual um das Feuer vertreiben die Dämonen des Winters und sorgen mit den Fesllstreifenschlägen auf die Hand der ums Feuer Stehenden für Reinigung und Fruchtbakreit. Danach lassen wir auf der Dürren Enz gespenstische Lichter schwimmen und reinigen so auch diese. Anschließend gibt es Mostbrötchen aus dem Römerbackofen und sucus vulgae conditus aus dem Kessel über dem Feuer.

Bitte mitbringen: 1 Taschenlampe                                                            27.Januar 15:00 Uhr, Weilerstr. 14                                                            Eintritt ist frei, eine Spende ist willkommen

Die Römer begingen das Fest der Lupercalia am 15. Februar. Die Luperci, junge Männer, opferten einen Ziegenbock. Mit Ziegenfellstreifen schlugen sie die ihnen begegnenden Personen während sie um die palatinische Altstadt liefen. Opfer, Umlauf und Schlag dienten der Reinigung und Abwehr von Dämonen und förderten die Fruchtbarkeit. 

Nehmen Sie also künftig nicht mehr vor den Rutenschlägen der Maskierten auf den Fastnachtsumzügen reiß aus, dienen diese doch dem Wiederbeleben der inneren Wachstumsgeistern nach dem Winter. Erst im 5.Jh.n.Chr. versuchte Papst Gelasius I das Treiben an Lupercalia mit dem Fest Maria Lichtmess zu beenden.