Öffnungszeiten:
sonntags 14 ? 17 Uhr
und nach Vereinbarung 

Eintritt:
1 Sesterz in die Spendenkasse

Führungen und Aktionen auf Anfrage

Der Römerkeller ist geschlossen an:
Ostersonntag
Pfingstsonntag
Heilig Abend
Silvester


Anmeldung:
Bürgermeisteramt Oberriexingen
Tel. 07042-90920
Fax 07042-90919
rathaus(at)oberriexingen.de
www.oberriexingen.de

Fast 100 Objekte illustrieren im Museum die reiche Hinterlassenschaft der römischen Zivilisation. Sie stammen aus Oberriexingen und der näheren Umgebung, aber auch von anderen Fundorten in Baden-Württemberg.

Jupiterkopf
? Oberriexingen, Kreis Ludwigsburg
Der etwa 17 cm hohe Kopf aus Schilfsandstein wurde bereits 1893 im Gemeidewald Hardt innerhalb römischer Gebäudereste gefunden.
Wahrscheinlich gehörte er zu einer Jupitergigantensäule, wie sie in vielen ländlichen Heiligtümern des römischen Neckarlandes nachgewiesen wurde.
Vor dem Museum steht die Kopie einer solchen Kultsäule aus Walheim.

Stierstatuette ? Stuttgart-Bad Cannstatt
Die kleine 23 cm hohe Stierstatuette aus Sandstein wurde 1909 in der römischen Siedlung von Stuttgart - Bad Cannstatt gefunden. Erst auf den zweiten Blick erkennt man die Überreste dreier
Hörner und einen bärtigen Männerkopf zwischen den Beinen. Diese Merkmale belegen, dass es sich nicht um eine profane Darstellung eines römischen Rindes handelt, wie sie wohl in größerer
Zahl auch im Gutshof von Oberriexingen gezüchtet wurden. Es handelt sich vielmehr um die Darstellung einer einheimischen keltischen Gottheit.

Merkurkopf ? Möckmühl, Kreis Heilbronn
Der 15 cm hohe Sandsteinkopf wurde um 1870 in einem Weinberg gefunden. Die Reste kleiner Flügel im Haar identifizieren ihn als Teil einer Merkurstatuette. Merkur wurde als Gott des
Handels und Verkehrs, aber auch des persönlichen Reichtums verehrt.

Goldener Anhänger und Knochenflöte aus Großsachsenheim, Kreis Ludwigsburg

In den Jahren 1980-1981 wurde in etwa 5 km Entfernung von Oberiexingen die Villa rustica von Großsachsenheim-Holderbüschle ausgegraben.
Die hier geborgenen Funde, wie der nur 1,8 cm große Schmuckanhänger und das 17 cm lange Fragment einer Flöte, die aus einem Kranichknochen geschnitzt wurde, dokumentieren den gehobenen Lebensstil der Bewohner.

Eiserne Pflugschar und Nachbau eines römischen Hakenpflugs
Eiserne Pflugschare, wie das Exemplar aus Dettingen, Kr. Reutlingen, finden sich immer wieder in römischen Siedlungsstellen. Sie gehörten zu großen sogenannten Hakenpflügen, wie sie von einem Ochsengespann gezogen,in der Römerzeit üblich waren.


Der für das Museum originalgetreu nachgebaute Pflug wurde auch schon im archäologischen Experiment erprobt und konnte dabei seine Einsatzfähigkeit eindrucksvoll beweisen.